BTG 2/17

In Sicherheit - und doch in Gefahr?! Kindeswohlgefährdung bei (un)begleiteten minderjährigen Flüchtlingen (2-Tages-Seminar)

Referentinnen: Maria Brösel und Leonie Neukamm

 

Die Begriffe "Kinderschutz" und "Kindeswohlgefährdung" dringen immer wieder über Medien und Politik in den Fokus der Öffentlichkeit. Meist in Zusammenhang ungenügend oder missbräuchlich ausgeübter elterlicher Sorge mit dramatischen Folgen für die betroffenen Kinder. Auch bei (un)begleiteten minderjährigen Flüchtlingen gewinnen diese Themen an Bedeutung und sorgen im Helfersystem nicht selten für Unsicherheit und Angst.

Angekommen in Deutschland und untergekommen in Wohnformen der Jugendhilfe oder bei "Verwandten" - augenscheinlich befinden sich die jungen Menschen in Sicherheit. Dennoch können sowohl professionelle als auch nicht-professionelle Strukturen Gefahren bergen, denen sich Fachkräfte bewusst werden müssen.

Das Seminar soll Grundlagen schaffen, um Risiken für Kindeswohlgefährdung zu erkennen, Gefährdungen vorzubeugen, Kooperationsstrukturen zu nutzen und Hilfen rechtzeitig zu initiieren.

 

Arbeitsschwerpunkte:

 - Rechtliche Rahmenbedingungen im Kinderschutz

 - Risikofaktoren für Gefährdung und Gefährdungsarten

 - Gefährdungsanzeichen, "gewichtige" Anhaltspunkte von Kindeswohlgefährdung, Helferstrukturen für die (aller)erste Einschätzung

 - Individuelle Gefährdungseinschätzung, Kooperationsstrukturen und "das Schutzkonzept"

 - Kulturelle Besonderheiten und Einfluss familiärer Strukturen

 - "(Re-)Traumatisierung": Folgen von Kindeswohlgefährdung

 - Radikalisierung als Grund und Folge von Gefährdungslagen

 

Termin: Donnerstag und Freitag - 16. und 17. März 2017

Uhrzeit: jeweils 9 Uhr bis 16:30 Uhr (16 Unterrichtsstunden)

Ort: Nürnberg - Kleecenter